Server für den Mittelstand und KRITIS: den HPE DL380 richtig einsetzen
Bei Serverentscheidungen wird meist über Leistung gesprochen. In der Praxis ist Leistung selten das Problem, sondern die Verfügbarkeit ist es. Ein Server, der ausreichend schnell ist, aber bei einem Hardwaredefekt einen halben Tag Stillstand verursacht, ist für einen Produktionsbetrieb oder einen KRITIS-Betreiber die falsche Wahl. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, wie viel Rechenleistung nötig ist, sondern was passiert, wenn eine Komponente ausfällt.
Die Ausgangslage: hohe Anforderungen, begrenzte Redundanz
Mittelständische Unternehmen betreiben häufig wenige, dafür stark konsolidierte Server. Auf einem System laufen Virtualisierung, Fachanwendungen, Datenbanken und Dienste, die für den Betrieb unverzichtbar sind. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und erhöht gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Geräten. Bei Betreibern kritischer Infrastrukturen kommt hinzu, dass Verfügbarkeit nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern regulatorisch gefordert ist. Eine ausfallsichere Serverinfrastruktur ist damit keine Komfortentscheidung, sondern Voraussetzung und sie entsteht nicht durch mehr Leistung, sondern durch Auslegung.
HPE ProLiant DL380: Warum diese Plattform so verbreitet ist
Der HPE DL380 Server gehört zu den am häufigsten eingesetzten Enterprise-Servern und ist als Zwei-Sockel-System im zwei Höheneinheiten großen Gehäuse ausgelegt. Für die Praxis sind drei Eigenschaften relevant. Erstens eine redundante Serverarchitektur: Netzteile, Lüfter und Datenträger sind mehrfach ausgelegt und im Betrieb tauschbar, sodass ein Defekt nicht zum Ausfall führt. Zweitens Flexibilität bei der Bestückung – Serverkapazitäten flexibel erweitern ist möglich, ohne die Plattform zu wechseln, was für Servervirtualisierung und wachsende Workloads im Rechenzentrum entscheidend ist. Drittens die Verwaltung: Ein integrierter Management-Controller erlaubt vollständigen Zugriff auch bei nicht startendem Betriebssystem, was bei Standorten ohne IT-Personal vor Ort ein wesentlicher Faktor ist.
Server für KRITIS: Auslegung mit Blick auf Wiederanlauf
Für hochverfügbare Server reicht Redundanz innerhalb eines Geräts nicht aus. Bewährt hat sich der Betrieb von mindestens zwei Systemen im Cluster, sodass Wartung und Ausfälle ohne Betriebsunterbrechung abgedeckt sind. Dazu gehören eine getrennte Stromversorgung beider Systeme, geprüfte Wiederanlaufreihenfolgen und dokumentierte Zuständigkeiten. IT-Infrastruktur für kritische Infrastrukturen wird so zu einer Frage der Gesamtarchitektur, in der Business Continuity von Anfang an mitgeplant ist und nicht nachträglich abgesichert wird.
Nutzen für Unternehmen: Serverkonsolidierung mit Sicherheitsnetz
Richtig ausgelegt bietet diese Plattform drei Vorteile. Erstens Wirtschaftlichkeit durch Serverkonsolidierung: Weniger physische Systeme bedeuten weniger Energie, weniger Wartung und weniger Lizenzkomplexität. Zweitens Planbarkeit über den Lebenszyklus – Server Lifecycle Management mit definierten Update- und Austauschzeitpunkten verhindert unerwartete Investitionen. Drittens Verfügbarkeit, die zu den tatsächlichen Anforderungen passt und nicht auf Annahmen beruht. Für Entscheider im Mittelstand und im KRITIS-Umfeld lohnt es sich deshalb, vor der Beschaffung zwei Zahlen festzulegen: Wie lange darf ein System ausfallen, und wie viel Datenverlust wäre tragbar? Aus diesen Vorgaben ergibt sich die Auslegung, nicht umgekehrt.Sie haben Fragen?
Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite und unterstützen Sie bei allen Fragen rund um Ihr Anliegen.
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Stefan Karner
Geschäftsführer







